Postscrimmage Kick Enforcement

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Postscrimmage Kick Enforcement
Regel 10-2-3


Postscrimmage Kick Enforcement (PSKE) wird bei der Strafdurchführung von Team B-Fouls während eines Scrimmage Kicks unter folgenden Bedingen angewendet.

  • Kick wird nicht beim Try, einem erfolgreichen Field Goal oder in einer Verlängerung durchgeführt
  • Kick überquert die neutrale Zone
  • Foul ereignet sich, bevor der Kick endet
  • Team B wird als nächstes den Ball ins Spiel bringen

Sollten diese Bedingungen erfüllt sein, werden Team B-Fouls so behandelt als wäre Team B bereits in Ballbesitz, obwohl der Team-Ballbesitz noch nicht wechselte. Der Postscrimmage Kick Spot ist dann der Basic Spot. Die Strafe wird dann nach dem 3-und-1-Prinzip durchgeführt, wenn in der Regel zu dem jeweiligen Foul kein Enforcement Spot genannt wird.

Postscrimmage Kick Spot

  • Endet der Scrimmage Kick im Feld oder geht zwischen den Goallines ins Aus, ist das der Basic Spot.
  • Wenn der Kick in Bs Endzone endet, ist Bs 20 der Basic Spot

Spezialfälle

  • Wenn bei einem erfolglosen Field Goal Versuch der Ball die neutrale Zone überquert, jenseits der neutralen Zone von B unberührt bleibt und dort für dead erklärt wird, dann ist der Basic Spot:
  1. Previous Spot, wenn dieser außerhalb von Bs 20 lag
  2. Bs 20, wenn sich der Previous Spot zwischen Bs 20 und Bs Goalline befand
  • Sollte sich der Kick von B unberührt über Bs Endzone befinden und dort illegal von einem A-Spieler berührt werden, dann ist Bs 20 der Basic Spot.
  • Sollte ein B-Spieler nach einem Fair Catch Signal den Ball muffen und dann noch fangen, kommt der Ball an den Punkt der ersten Berührung und dieser ist dann für eine mögliche Strafdurchführung der Basic Spot

Beispiele

  1. Team A puntet. Der Kick überquert die neutrale Zone. Während des Kicks hält ein B-Spieler einen Gegner fest. Der Kick wird vom Returner gefangen und zurückgetragen. Regelung: Halten durch Team B. Da das Foul während des Scrimmage Kicks begangen wurde, wird es so behandelt als wäre B schon im Ballbesitz gewesen. Der Punkt an dem der Kick gefangen wurde ist der Postscrimmage Kick Spot und damit der Basic Spot. Jetzt wird das 3-und-1-Prinzip angewendet. Wurde das Foul jenseits des Basic Spot begangen, wird die Strafe vom Basic Spot durchgeführt, ansonsten vom Punkt des Fouls.
  2. Team A puntet. Der Kick überquert die neutrale Zone. Während des Kicks hält ein B-Spieler einen Gegner fest. Der Kick wird vom Returner gefangen und zurückgetragen. Dabei unterläuft ihm ein Fumble, der von A erobert wird. Regelung: Halten durch Team B. Da das Foul während des Scrimmage Kicks begangen wurde, wird es so behandelt als wäre B schon im Ballbesitz gewesen. Da Team B am Ende nicht in Ballbesitz ist, kann die Strafe nicht vom Ende des Kicks durchgeführt werden. Je nachdem was für Team A besser ist, kann die Strafe vom Previous Spot mit Wiederholung des Downs (außer die Strafe führt zu einem neuen ersten Versuch), durchgeführt werden oder sie lehnen die Strafe einfach ab, damit das Ergebnis des Spielzuges bestehen bleibt. Die Situation wäre bei einem Muff des Returners die gleiche, wenn Team A den freien Ball erobert hätte.
  3. Team A puntet. Der Kick überquert die neutrale Zone. Vor dem Kick hält ein B-Spieler einen Gegner fest. Regelung: Halten durch Team B. Da das Foul vor dem Kick durchgeführt wurde kann Postscrimmage Kick Enforcement nicht durchgeführt werden. Es bleibt nur die Strafdurchführung vom Previous Spot.
  4. Team versucht ein Field Goal. Der Kick geht am Tor vorbei. Während des Kick begeht Team B ein Foul. Regelung: PSKE ist hier möglich. Es sei denn das Foul wäre ein Roughing / Running into the Kicker. Diese Foul wird immer vom Previous Spot bestraft.